Martin-Luther-Gemeinde Wolfenbüttel




Aufgaben von Kirchenvorstand und Pfarrer
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Kirchenvorstandsarbeit ist aktive Gemeindearbeit

Die Aufgaben von Kirchenvorstand und Pfarramt (Pfarrer) in der Kirchengemeinde sind vielfältig. "Kirchenvorstand und Pfarramt sind gemeinsam für die Erfüllung der Aufgaben der Kirchengemeinde verantwortlich" (siehe Art. 44 KVerf). Das bedeutet, dem Kirchenvorstand ist zusammen mit dem Pfarramt die Leitung einer Kirchengemeinde übertragen. Diese Gemeindeleitung umfasst alle Bereiche kirchlicher Arbeit. Kirchenvorstand und Pfarramt tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, dass z.B. recht gepredigt wird, sich vielfältiges Gemeindeleben entwickeln kann, dass diakonische Hilfe geschieht und dass Kirche, Grund sowie Finanzen gut verwaltet werden.

Aufgaben der Kirchengemeinde sind nach § 3 der Kirchengemeindeordnung (KGO):

  • Verkündigung des Wortes Gottes
  • Darreichung der Sakramente Abendmahl und Taufe
  • Mission und Öffentlichkeitsarbeit
  • diakonischer Dienst

Dies geschieht z.B. durch regelmäßige öffentliche Gottesdienste, Konfirmandenarbeit, Kinder- und Seniorenarbeit, Seelsorge und Diakonie. Kirchenvorstand und Pfarramt legen z.B. gemeinsam die Gottesdienstordnung fest und entscheiden einvernehmlich über die Gottesdienstzeiten. (§ 52 (4) KGO) Die Aufgabenschwerpunkte von Pfarramt und Kirchenvorstand splitten sich wie folgt auf:

Das Pfarramt:

  • ist für die Gottesdienste, Verkündigungen und Amtshandlungen verantwortlich (§ 21 (1) KGO)
  • verwaltet die Sakramente (Taufe und Abendmahl) (§ 20 (1) KGO)
  • verfügt über die für gottesdienstliche Veranstaltungen vorgesehenen Räume (§ 21 (1) KGO)
  • entscheidet (nach Beratung mit dem Kirchenvorstand) darüber, wer in der Gemeinde predigen darf (Kanzelrecht) (§ 20 (3) KGO)
  • ist vorrangig für Seelsorge und Beichte zuständig
  • leitet Gemeindegruppen und -kreise, ist Berater und Ansprechpartner für Ehrenamtliche
  • verantwortet Konfirmandenarbeit und Konfirmation.

Der Kirchenvorstand:

  • vertritt die Gemeinde nach außen und fördert die Zusammenarbeit im Kirchenkreis
  • stellt Mittel und Räume zur Verfügung und verwaltet das Vermögen (§§ 52 (1) und 57 (1) KGO)
  • wirkt bei Errichtung und Besetzung von Pfarrstellen mit (§ 52 (2) KGO)
  • entscheidet über Anstellungen und Kündigungen von Mitarbeiter/innen, sorgt für deren Fortbildung und nimmt die Dienstaufsicht wahr ( § 54 KGO)
  • ist Ansprechpartner i.S. Lebenswandel und Amtsführung der Pastor(inn)en (§ 55 KGO)
  • regelt die Dienstbesprechungen des Amtes der Verkündigung (Zeiten, Grundsätze, Teilnahme, Aufgabenverteilung) (§§ 18 (1) und 53 KGO)
  • beruft Ehrenamtliche und hält den Kontakt zu ihnen aufrecht (§ 52 (2) KGO)
  • beschließt die Konfirmandenordnung und entscheidet wer zusätzlich unterrichtet
  • entscheidet über die Gemeindezugehörigkeit und fördert das Gemeindeleben (§§ 3 (4), 52 (3) und (7) KGO)

Quelle: http://www.evlka.de




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